Aktuelle Fotos von den Restaurierungsarbeiten an den Türmen der Kirchenburg in Leschkirch



Der Türkenturm im November 2011.

Über die Restaurierungsarbeiten an der Leschkircher Kirchenburg

Die Idee, Menschen vor Ort mit den Renovierungsarbeiten zu beauftragen, sie mitentscheiden zu lassen, führte zu einer engen Zusammenarbeit mit dem Restaurator Stefan Vaida, dessen Begeisterung und Engagement das ganze Vorhaben neu beflügelte hat. So konnten noch dieses Jahr der Türkenturm und der kleine Eckturm, beide einsturzgefährdet, gerettet werden. Türkenturm, Beamtenturm und die zwei Ecktürme gehören zu den ältesten Bauten in Leschkirch (16. Jahrhundert) und stehen unter Denkmalschutz.
Mit Unterstützung von Herrn Bürgermeister Ionel Visa wurde die baufällige Mauer, die den Türkenturm und Beamtenturm verband, abgerissen und der meterhohe Schutt entfernt. Ebenfalls konnten die Dächer der Kirche und der Türme so gesichert werden, dass keine weiteren Schäden an diesen Bauten entstehen.

Diese ersten Schritte wurden möglich dank der beherzten Spenden einiger Leschkircher und der Familie Timm (Berlin), deren Großvater A. Schmidt, in den dreißiger Jahren Pfarrer in Leschkirch war.

Der restaurierte Türkenturm soll nächstes Jahr von den Pfadfindern übernommen und gepflegt werden. Zu diesem Zweck wurde der Turm auch innen restauriert. Zwei Holztreppen ermöglichen den Zugang zu einer Galerie auf der obersten Ebene des Turms.
Den Beamtenturm, der schon in früheren Zeiten bewohnt war, möchten wir zum Museum umgebauen. In Wechselausstellungen wird im Turm unsere Geschichte und kulturelle Vergangenheit gewürdigt und zur Schau gestellt. Als Informationszentrum und Archiv soll er von der Leschkircher Schule genutzt und verwaltet werden.
Die Kirche wird in Absprache mit der Leitung der Ev. Kirche für Gottesdienste, Konzerte, Ausstellungen genutzt werden. In den Sommermonaten soll sie für kulturelle Angebote mehrere Wochen geöffnet werden. An der Organisation dieser Angebote kann sich jeder Interessierte beteiligen. Die anwesenden internationalen Pfadfinder dürfen ihre Gottesdienste in der Kirche feiern.
Ein weiter wichtiger Schritt ist die Gründung eines Vereins in Leschkirch, der sich für die Pflege des Leschkircher Kulturerbes engagiert. Initiatoren dieses Vereins sind Intelektuelle, Schule und Bürgermeisteramt. Eine enge Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten Verein ist schon geplant.

Die Bitte
Für alle folgenden Schritte sind wir weiter auf Hilfe jeglicher Art angewiesen.

Diese sollte freiwillig geschehen. Für Geldspenden garantiert eine transparente Kassenführung der HOG Leschkirch Einblick in alle Einnahmen und Ausgaben der Renovierungsarbeiten. Die Arbeiten werden dokumentiert, überprüft und erst nach ihrem Abschluss werden vorher vereinbarten Geldbeträge ausgezahlt.
Eine Bitte besonderer Art möchten wir an unsere Leschkircher Dorfgemeinschaft richten.
Als Gemeinschaft könnten wir diese Aufgabe ohne großen Aufwand bewältigen. Eine minimale Geldspende von 20 bis 30 € pro Jahr könnte die Restaurierungsarbeiten wesentlich beschleunigen. Wir dürfen nicht vergessen, dass jedes verstrichene Jahr die Arbeiten verteuert, da der Verfall der Bauten unaufhaltsam voranschreitet. Dieser Betrag ist, an unserem westlichen Lebensstandard gemessen, wahrscheinlich für jeden ein kleiner Aufwand.

Lassen Sie uns Gutes tun. Die nächsten Generationen werden sich daran freuen. Sie werden uns nicht an unseren klugen Argumentationen messen, sondern nach unseren Taten beurteilen.

Dank

Für all das, was dieses Jahr möglich wurde, danken wir allen herzlichst. Der Dank geht an: unsere großzügigen Spender, Herrn Stefan Vaida, Frau Rosi Müller, Herrn Bürgermeister I. Visa, die Ev. Kirche in Siebenbürgen, die Schulleitung in Leschkirch, Herrn Achim Mihulet, die fleißigen Pfadfinder, Herrn H. C. Habermann und die HOG Leschkirch.

Eindrücke aus Siebenbürgen – Bilder von Helga Tinnefeld

Die Ausstellung ist zu sehen vom 9. Mai bis 24. Juli 2011 in der Volkshochschule Hamm, Heinrich-von-Kleist-Forum (1. Etage), Platz der Deutschen Einheit 1, 59065 Hamm.

Helga Tinnefeld, gelernte Krankenschwester und seit einem Jahr im Ruhestand, besucht seit mehr als 20 Jahren die Orte Marpod, Leschkirch und Alzen in Siebenbürgen, Rumänien. Ihre Eindrücke hat sie in zahlreichen Acryl- und Aquarellbildern von Kirchenburgen, Alltagsszenen und Porträts festgehalten.

Am 30. Mai, um 19 Uhr, hält Helga Tinnefeld in Raum 1.058/59 der Volkshochschule Hamm einen Vortrag mit Fotos von Reisen nach Siebenbürgen. Anschließend findet ein Rundgang durch die Ausstellung statt. Der Eintritt ist frei, wer möchte, kann eine Spende für die Unterstützung der Rumänien-Arbeit geben.

Ausstellung und Vortrag sind eingebunden in das Projekt Rumänienhilfe der Agentur für gesellschaftliches Engagement (AGE), bei dem Ehrenamtliche die Gemeinde Marpod mit Hilfsgütern und Arbeitseinsätzen unterstützen. Einzelne Bilder von Helga Tinnefeld werden verkauft; der Erlös fließt teilweise in das Projekt.

Volkshochschule Hamm, Tel. 02381 – 175624

Kirchenburg in Alzen

Kirchenburg in Alzen

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